Bericht der Bündnis 90/Die Grünen
über den Besuch im Antonius-Stift
27. November 2007
v.l.n.r.: Ellen
Pfennig, Edmund
Bischoff, Karl-Heinz Küppers,
Hildegard Beissel, Stephan
Deupmann, Manfred
Krüger
"In unserem Haus wohnen zu 90% Neuenkirchner", sagte Karl-Heinz
Küppers, der Leiter des Antoniusstiftes.
Er führte Bündnis 90 /Die Grünen durch die freundlichen
und großzügig gestalteten Räume. Einige ältere
Menschen saßen in den Sitzecken des Flures und warteten auf
das gemeinsame Abendessen.
"Die meisten unserer Bewohner der 49 Zimmer der Vollstationärpflege
können noch an diesen Mahlzeiten teilnehmen. Ansonsten stellen
wir uns auf die Wünsche und Möglichkeiten der älteren
Menschen ein. Unser Personalschlüssel liegt mit 62% über
dem geforderten Schlüssel. Wir haben 6 Zimmer für die Kurzzeitpflege,
die sehr stark angenommen werden", erläuterte Karl-Heinz
Küppers.
Alle Zimmer und Wohnungen dieser Anlage sind belegt und eine lange
Warteliste macht einen zusätzlichen Bedarf deutlich.
"Wir sehen auch, wie sehr die zusätzlichen Angebote der
Freizeitgestaltung von den Bewohnern im Antoniusstift angenommen werden.
Das können wir nur leisten, weil wir eine große Unterstützung
durch die ehrenamtlichen Helfer haben. Dieses Haus hat den Vorteil,
dass es mit Neuenkirchen und dessen Menschen verbundenen ist",
betonte Karl-Heinz Küppers.
Auf Nachfrage von Manfred
Krüger bestätigte Herr Küppers, dass die Menschen
mit einem höheren Alter in dieses Haus kommen und vorher möglicherweise
durch ambulante Pflegemöglichkeiten zuhause betreut werden konnten.
Ellen
Pfennig erwähnte die Diskussion in Neuenkirchen um die Errichtung
von neuen Seniorenanlagen.
"Es ist eine Frage der Qualität und der persönlichen
Betreuung, die den älteren Menschen diesen Lebensabschnitt erleichtern",
meinte Karl-Heinz Küppers dazu. Seine Empfehlung war, eine Anlage
nicht größer als für 60-80 Einheiten zu planen.
Angesprochen auf die Verkehrssituation erwähnte er seine Bedecken
bezüglich der Geschwindigkeit, mit der auf der Rheiner Straße
gefahren werde und die Überwegmöglichkeit für die älteren
Menschen zu Lidl. "Vielleicht könnte ein Fußgängerüberweg
direkt vorm Antoniusstift die gesamte Situation etwas entschärfen",
meinte Stephan
Deupmann.
Nach Wünschen oder idealistischen Vorstellungen gefragt, musste
Karl-Heinz Küppers eine Weile überlegen. "Wir haben
in unserem Haus gute, motivierte Mitarbeiter, die schon lange hier
arbeiten. Das möge auch so bleiben."