Ellen Pfennig Neuenkirchen
Fraktionssprecherin
Bündnis 90/Die Grünen
Neuenkirchen, den 18.3.06
Leserbrief: Fußgängerzone
Bündnis 90 /Die Grünen sind für die Beibehaltung
der Fußgängerzone, so wie sie jetzt ist. Das Be- und Entladen
bis 10.00 Uhr ist möglich, damit die Geschäfte beliefert
werden können. Alle Neuenkirchner Bürger - ob jung ob alt,
ob mit Kindern oder ohne - können in Ruhe und ohne Störungen
ein Gespräch führen und ihre Einkäufe erledigen - man
trifft sich halt. Man muss keinen Mofas, Motorrädern und Autos
ausweichen.
Jede Öffnung würde einer generellen Befahrung Tor und Tür
öffnen. Die genaue Unterscheidung, auf welchem Teilstück
und zu welcher Zeit man fahren dürfe, nähmen die Autofahrer
nicht vor. Bereits zur Zeit während der Diskussion um die Öffnung,
wird man im Dorf das Gefühl nicht los, dass bereits jetzt die
Autos wieder die Szene beherrschen.
Die Parkplatzsituation in Neuenkirchen ist hervorragend und beneidenswert.
Weshalb muss man bis vor die Geschäftstür fahren?
Wann sind Einkäufe so schwergewichtig, dass sie nicht 50m weit
getragen werden können?
Wir sprechen uns eindeutig gegen jede weitere Öffnung aus.
Die Einkaufszentren und das Internet verändern das Kaufverhalten,
und alte Zöpfe sind nicht mehr gefragt.
Gute Ideen, wie sie bereits von einigen Geschäftsleuten umgesetzt
werden, sind gefordert, um die dörfliche Einkaufssituation schmackhaft
zu machen.
Einige Kaufleute verfolgen aber die Verkaufstrategie: Mehr Verkehr
bringt Kunden und beseitigt die Leerstände.
Wettringen hat keine Leerstände. Dort geht mitten durchs Dorf
der Schwerlastverkehr.
Halten die Lastwagen an, um in Wettringen einzukaufen? Sehr fraglich!
Eine Umsatzsteigerung für die Kaufleute ist bei einem größeren
Verkehrsaufkommen nicht zu erwarten, das ist absurd.
Mehr Verkehr heißt nicht gleich mehr Umsatz, denn das eine
hat mit dem anderen nichts zu tun!