grüne Leserbriefe
Leserbrief
Thema: Entsorgung - Bauhof der Gemeinde Neuenkirchen

vom 1. Dezember 2008
 


Neuenkirchens Wertstoffhof - unzumutbar!

Vor etwa 14 Jahren sind mein Mann und ich nach Neuenkirchen gezogen und mussten einen Gartenabfall-Kulturschock erleben. Nachdem wir in der Stadt Greven so etwas wie das Entsorgungs-Paradies hatten, fanden wir uns in Neuenkirchen mit unseren Laubsäcken und Schnittgutbündeln auf einem klitzekleinen, ständig von Autos verstopften Wertstoffhof (und langen Schlangen davor!) wieder. Dort konnte man nicht mehr - wie in Greven - die schweren Säcke direkt neben dem Wagen - auch für schwächere Menschen relativ unproblematisch aus der Hüfte quasi - auf einen großen Haufen entleeren, der dann von Zeit zu Zeit von den Mitarbeitern mit einem entsprechenden Fahrzeug zusammengeschoben wurde, um neuen Platz zu schaffen - nein, man musste mit diesem schweren "Gepäck" eine wackelige Blechtreppe neben einem Container hochächzen, um Laub und andere Gartenabfälle mühsam von oben aus den Säcken zu schütteln.
Groß war die Freude dann, als wir vor einigen Jahren vernahmen, dass der Neuenkirchener Wertstoffhof umzieht, und wir waren guter Hoffnung, dass der beklagenswerte Zustand sich deutlich bessern würde.

Doch was mussten wir erleben?

Das neue Wertstoffhofgelände ist nur unwesentlich größer als das alte, obwohl es in der neuen Umgebung jede Menge Platz gegeben hätte, und auch hier stauen sich die Autos - manchmal um die hundert Meter sogar schon vor der Einfahrt zum Wertstoffhof. Selbst an einem regnerischen Tag wie dem vergangenen Samstag (wir mussten es leider selbst erleben), an dem man weniger Betrieb erwartet - auch weil das meiste Laub mittlerweile entsorgt sein dürfte, scheint das nicht anders zu sein. Vermutlich erhoffen sich nämlich auch andere Gartenbesitzer, dass es an einem solchen Tag etwas "ruhiger" ist. Aber mitnichten, da hatten wir falsch gehofft. Und Container, zu denen man über Blechtreppen die schwere Gartenabfallfracht hochwuchten muss, gibt es immer noch. Zum Glück ist mein Mann "sportlicher" als ich ...

Ich befragte vor einiger Zeit einen Mitarbeiter des Wertstoffhofs, was denn wäre, wenn alte Leute diese Schwerstarbeit nicht mehr zu leisten imstande seien, ob man ihnen dann helfen würde.
Die Reaktion war zögerlich. Eventuell ...

Aber nun frage ich wirklich: Was machen all die älteren Menschen in Neuenkirchen, wenn sie noch mühevoll einen Garten bewirtschaften und pflegen, und wenn bei ihnen außerhalb der zwei Abholtermine für Schnittgut im Jahr trotz Biotonne zu den "Stoßzeiten" weitere Gartenabfälle anfallen? Wie schaffen SIE die Entsorgung ihrer Laubsäcke etc., wenn sie keine Helfer (junge Verwandte o.ä.) haben?
Weshalb ist man in der Gemeinde Neuenkirchen bei der Neugestaltung des Wertstoffhofes nicht bürgerfreundlichere Wege gegangen, hat kein neues Konzept dazu entwickelt und umgesetzt? Greven könnte als ein gutes Beispiel dafür zur Grundlage gemacht werden!

DIESER neue Wertstoffhof ist in jedem Fall eine Zumutung! Darüber muss dringend neu nachgedacht und neu gehandelt werden!

Ulrike Linnenbrink


zurück

©2008 - Bündnis 90/DIE GRÜNEN, Ortsverband Neuenkirchen, Krs. Steinfurt
Impressum/Kontakt - Webmaster

www.gruene-neuenkirchen.de