Pressemitteilung
zum Gespräch zwischen Kindergartenleiterinnen, Pastor Langenfeld
und Bündnis 90 / Die Grünen (März 2007)


Die Kinderwelt in Neuenkirchen ist noch in Ordnung, jedenfalls für die Mehrzahl der Kinder. Die ansteigende Anzahl der Kinder, die Hilfe benötigen, stellt die Erzieherinnen jedoch vor neue Herausforderungen.
"Die Mehrzahl der Eltern sind bereit sich auf Hilfsmassnahmen einzulassen, wenn bei ihrem Kind Schwierigkeiten und Probleme aufgetaucht sind", bestätigte Frau Kuhlmann, Leiterin vom Kindergarten St. Antonius.
Bündnis 90/ Die Grünen hatten zu einem Gespräch mit Kindergartenleiterinnen und Pastor Lagenfeld eingeladen.


v.l.n.r.: Marlene Westermeier, Ulla Kuhlmann, Maria Göcking,
Friedhelm Böckermann

"Wir möchten aus der Sicht der Erziehungsexpertinnen einen Eindruck gewinnen, in wieweit ein Beratungs- und Therapieangebot für Kinder aus dem Kindergarten notwendig ist", so erläuterte Ellen Pfennig den Beweggrund des Gesprächs. Hintergrund ist ebenfalls, dass Bündnis 90/ Die Grünen im Rahmen der Haushaltsplanberatungen einen Antrag zur Errichtung eines breit gefächerten psychosozialen Beratungsangebotes vor Ort - also hier in Neuenkirchen - gestellt haben.
"Gerade die orts- und zeitnahe Förderung und Beratung wäre wünschenswert, denn Angebote, die in Rheine bestehen, können nicht von allen wahrgenommen werden. Außerdem ist die Hemmschwelle erheblich größer", meinte Marlene Westermeier vom Kindergarten "Kleine Freunde".
"Ergotherapeuten und Logopäden haben wir in Neuenkirchen vor Ort, aber die ortsnahe Beratung fehlt. Außerdem sind in einigen Bereichen der therapeutischen Hilfe lange Wartezeiten, bis das Kind eine gezielte Betreuung erhalten kann. 6 Monate sind keine Ausnahme!", ergänzte Maria Göcking vom Kindergarten "Hand in Hand".
"Wir haben Kinder mit den unterschiedlichsten Auffälligkeiten: 1. die von Behinderung bedrohten Kinder, 2. die Kinder, die behindert sind, 3. die verhaltensauffälligen Kinder und 4. die Kinder, die eine psychologische Betreuung benötigen. Heute sind das keine Einzelfälle, sondern der Prozentsatz liegt weit über 10 %", stellte Maria Göcking fest. Sie erläuterte, dass die Kindergärten Kontakte zu Eltern und Hinweise zu entsprechenden Frühförderung, Ergotherapie, Logopädie, psychologischer Beratung usw. vermitteln, aber auf Grund der weiten Wege und langen Wartezeiten erweist sich das oft als schwierig.
"Der Caritasverband Rheine unterhält ein breit gefächertes Angebot von psychosozialen Beratungsstellen, das sie auch hier in Neuenkirchen anbieten sollten, denn die Zuständigkeit umfasst auch Neuenkirchen", machte Friedhelm Böckermann deutlich. "Die katholische Kirchengemeinde müsste ebenfalls ein Interesse daran haben, dass hier vor Ort ein Angebot bereit gestellt würde, weil sie den Caritasverband mitfinanziert", stellte Edmund Bischoff fest. "Unsere Signale für ein verbessertes Angebot vor Ort zu sorgen sind gesetzt, jetzt müssen Kommune und der Caritasverband diese wichtigen Hilfen für die Kinder in Angriff nehmen", fasste Ellen Pfennig zusammen.



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