PRESSEBERICHT
zur Fraktionssitzung - 8. Oktober 2004 - Bündnis90/Die Grünen Neuenkirchen


Der Wahlkampf ist vorbei, nun beginnt der politische Alltag wieder. Zur ersten Fraktionssitzung von Bündnis 90/Die Grünen war Heinz Koops eingeladen. Er stellte sein Projekt einer archäologischen, geologischen, kunsthistorischen und naturkundlichen Fahrradwegbeschreibung vor.
"Es war viel Arbeit, aber Markus Wessels und ich sind jetzt bald fertig!", sagte Koops. Auf einer Karte sind alle sehenswerten Stationen rund um Neuenkirchen entsprechend markiert und im zugehörigen Buch werden diese näher erläutert und passende Geschichten und Sagen dazu erzählt. "Eine hervorragende Sache Neuenkirchen unter diesen vier Aspekten abfahren zu können. So kann der Fahrradtourismus in Neuenkirchen gefördert werden.", äußerte sich Stephan Deupmann. Die Grünen werden einen Antrag zur Bereitstellung von finanziellen Mitteln für dieses Projekt stellen. Eine gute Beschilderung, eine Kennzeichnung bestimmter Punkte und das Begleitbuch mit Kartenwerk sollen so finanziert werden. Ergänzend dazu wird die Sammlung von Heinz Koops vorerst im Foyer des Rathauses ausgestellt. "Dann kann der Radfahrer die Tour dort noch einmal nachvollziehen und die Funde der einzelnen Stationen betrachten.", erklärte Heinz Koops. Seine Sammlung ist inzwischen so umfangreich, dass im Heimathaus nicht genügend Platz ist. So kam der Gedanke auf, das alte Werksgebäude am Offlumer zu einem Museum umzurüsten. Gelder aus der 'Regionale 2004' könnten dafür umgeschichtet werden. "Viele Objekte meiner Sammlung sind über 5.000 Jahre alt, genauso alt wie die Pyramiden - aber Landersum ist eben nicht Ägypten.", scherzte Koops.

Ein weiteres aktuelles Thema der Fraktionssitzung war die Uran-Anreicherungs-Anlage in Gronau. Deren Fläche soll verdoppelt werden. "Neuenkirchen liegt in einem gefährlichen Dreieck zwischen Ahaus, Gronau und Lingen. Dieses Thema ist zwischenzeitlich an den Rand gedrängt worden.", sorgte sich Manfred Krüger. Die Grünen wollen es erneut ins Gespräch bringen. "In meinem Partykeller wären die Castoren sicherer gelagert, als in Ahaus", ergänzte Edmund Bischoff.
Im Dezember wollen die Grünen eine Informationsveranstaltung mit Fachleuten zum Thema durchführen. Außerdem wurde die Vorführung des Films "The Day After" im Park der Villa Hecking mit anschließender Diskussion angeregt.

Die formalen Dinge waren rasch erledigt - Ellen Pfennig wurde in ihrem Amt als Fraktionssprecherin bestätigt. "Die Vergrößerung der Ausschüsse schafft auch für uns mehr Möglichkeiten, sachkundige Bürger an der parlamentarischen Arbeit zu beteiligen." meinte Edmund Bischoff. Die Grünen werden sich dafür stark machen, dass die FDP im Haupt- und Finanzausschuss nicht nur mit beratender Stimme vertreten ist. Den Wunsch der FDP, auch in zwei weiteren Ausschüssen beratend vertreten zu sein, werden sie unterstützen. "In diesen Punkten müssen die ‚Kleinen' zusammenhalten.", betonte Ellen Pfennig. Ein stellvertretender Bürgermeister aus der Opposition soll unterstützt werden, damit nicht alle Bürgermeister der CDU angehören.

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