|
Der Wahlkampf ist vorbei, nun beginnt der politische Alltag wieder. Zur
ersten Fraktionssitzung von Bündnis 90/Die Grünen war Heinz
Koops eingeladen. Er stellte sein Projekt einer archäologischen,
geologischen, kunsthistorischen und naturkundlichen Fahrradwegbeschreibung
vor.
"Es war viel Arbeit, aber Markus Wessels und ich sind jetzt bald
fertig!", sagte Koops. Auf einer Karte sind alle sehenswerten Stationen
rund um Neuenkirchen entsprechend markiert und im zugehörigen Buch
werden diese näher erläutert und passende Geschichten und Sagen
dazu erzählt. "Eine hervorragende Sache Neuenkirchen unter diesen
vier Aspekten abfahren zu können. So kann der Fahrradtourismus in
Neuenkirchen gefördert werden.", äußerte sich Stephan
Deupmann. Die Grünen werden einen Antrag zur Bereitstellung von finanziellen
Mitteln für dieses Projekt stellen. Eine gute Beschilderung, eine
Kennzeichnung bestimmter Punkte und das Begleitbuch mit Kartenwerk sollen
so finanziert werden. Ergänzend dazu wird die Sammlung von Heinz
Koops vorerst im Foyer des Rathauses ausgestellt. "Dann kann der
Radfahrer die Tour dort noch einmal nachvollziehen und die Funde der einzelnen
Stationen betrachten.", erklärte Heinz Koops. Seine Sammlung
ist inzwischen so umfangreich, dass im Heimathaus nicht genügend
Platz ist. So kam der Gedanke auf, das alte Werksgebäude am Offlumer
zu einem Museum umzurüsten. Gelder aus der 'Regionale 2004' könnten
dafür umgeschichtet werden. "Viele Objekte meiner Sammlung sind
über 5.000 Jahre alt, genauso alt wie die Pyramiden - aber Landersum
ist eben nicht Ägypten.", scherzte Koops.
Ein weiteres aktuelles Thema der Fraktionssitzung war die Uran-Anreicherungs-Anlage
in Gronau. Deren Fläche soll verdoppelt werden. "Neuenkirchen
liegt in einem gefährlichen Dreieck zwischen Ahaus, Gronau und Lingen.
Dieses Thema ist zwischenzeitlich an den Rand gedrängt worden.",
sorgte sich Manfred Krüger. Die Grünen wollen es erneut ins
Gespräch bringen. "In meinem Partykeller wären die Castoren
sicherer gelagert, als in Ahaus", ergänzte Edmund Bischoff.
Im Dezember wollen die Grünen eine Informationsveranstaltung mit
Fachleuten zum Thema durchführen. Außerdem wurde die Vorführung
des Films "The Day After" im Park der Villa Hecking mit anschließender
Diskussion angeregt.
Die formalen Dinge waren rasch erledigt - Ellen Pfennig wurde in ihrem
Amt als Fraktionssprecherin bestätigt. "Die Vergrößerung
der Ausschüsse schafft auch für uns mehr Möglichkeiten,
sachkundige Bürger an der parlamentarischen Arbeit zu beteiligen."
meinte Edmund Bischoff. Die Grünen werden sich dafür stark machen,
dass die FDP im Haupt- und Finanzausschuss nicht nur mit beratender Stimme
vertreten ist. Den Wunsch der FDP, auch in zwei weiteren Ausschüssen
beratend vertreten zu sein, werden sie unterstützen. "In diesen
Punkten müssen die Kleinen' zusammenhalten.", betonte
Ellen Pfennig. Ein stellvertretender Bürgermeister aus der Opposition
soll unterstützt werden, damit nicht alle Bürgermeister der
CDU angehören.
|