Nachrichten aus der GRÜNEN-Fraktion - 2005
Ortsverband Neuenkirchen, Krs. Steinfurt


26.10.2005


Antrag Optimierung der Radwegesituation - hier:
Entfernung bzw. Veränderung der Barrieren an Kreuzungspunkten

Sehr geehrter Herr Bürgermeister Hüppe,

im Gebiet der Gemeinde Neuenkirchen stehen auf den Radwegen - hier insbesondere auf dem Radweg Neuenkirchen - Wettringen bzw. Neuenkirchen - Rheine (ehemalige Bahn-trasse) unendlich viele Barrieren bzw. Doppelbarrieren, die man mit dem Fahrrad umfahren bzw. durchfahren muss.

Dies führt natürlich dazu, dass die Radfahrer immer wieder ihre Fahrgeschwindigkeit bis fast gegen "Null" reduzieren müssen, um die Doppelbarrieren durchfahren zu können (wenn sie es denn können) um danach wieder mühsam anzufahren und erneut zu be-schleunigen.

Aus diesem Grunde nennen wir - und die ADFC-organisierten Radfahrer - diese Barrieren auch "Schikanen". Diese Schikanen stellen zum Teil sogar eine erhöhte Unfallgefährdung dar. Unsere Nachbargemeinde Wettringen hat aus gegebenem Anlass bekanntlich bereits Rückbaumaßnahmen ergriffen.

Unsere Fraktion stellt hiermit schriftlich erneut den Antrag, über eine sinnvolle Veränderung bzw. Entfernung dieser Barrieren nachzudenken und gleichzeitlich ein zukunftsgerichtetes Konzept zu erstellen. Dabei ist der ADFC-Münsterland sicherlich gerne behilflich.

Hier einige zu beachtende Aspekte aus Sicht unserer Fraktion:

Radfahrer an sich, sind sicherlich nicht besserer oder schlechtere Verkehrteilnehmer und zudem gleichberechtigt. In vielen Fällen reicht es also aus, dass der Radfahrer z. B. durch einen einzelnen mittig gesetzten Pfahl - allenfalls einem Bügel - auf eine Gefahrenstelle aufmerksam gemacht wird. Dies verhindert in der Regel das unberechtigte Befahren von Radwegen durch PKW.

In dem Gesamtkonzept muss man sicherlich unterscheiden, ob es sich bei den Kreuzungs-punkten um zu überfahrende Land- oder Kreisstraßen handelt, oder nur um Ortsstraßen
oder gar nur überwiegend landwirtschaftlich genutzten Straßen (Wege gibt es ja kaum noch). Ferner, ob die Beachtung von Schülerverkehr sprich: Schulwegsicherung Vorrang hat.

Insofern sind Doppelbarrieren u. M. n. nur in ganz, ganz wenigen Fällen notwendig, z. B. Kreuzungspunkt mit einer sehr stark befahrenen Land-/Kreisstraße und gleichzeitigem Schülerverkehr. Die einzelnen Barrieren müssen dabei natürlich in ausreichendem Abstand zueinander stehen, damit versierte Radfahrer sie auch mit Gepäcktaschen und mit Dreirä-dern etc. gefahrlos durchfahren können.

Unser Antrag geht noch einen Schritt weiter: Zur Förderung des Radverkehrs, insbesonde-re des Radtourismus, sollte man überlegen, ob man dem Radfahrer an Kreuzungspunkten mit Ortsstraßen, mindestens aber bei überwiegend landwirtschaftlich genutzten, nicht sogar Vorrang sprich: "Vorfahrt" einräumt. Eine entsprechende Beschilderung der entsprechen-den Straße (Vorfahrt achten/Radweg kreuzt) wäre natürlich notwendig.

In einigen Fällen könnte u. M. n. vom Bauamt/Bauhof sofort, d. h. ohne vorhergehende konzeptionelle Überlegungen und ohne Ratsbeschluss, gehandelt werden. So ist z. B. die "Schikane" zwischen dem unbefestigten Radweg in Richtung Neubaugebiet St. Arnold mehr als überflüssig.

Neuenkirchen ist als kinderfreundliche Gemeinde über die Ortgrenzen hinaus. Sie sollte auch eine fahrradfreundliche Gemeinde werden. Davon sind wir allerdings noch meilenweit entfernt. Also packen wir es an.

Mit freundlichen Grüßen

BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN
Fraktion im Rat der GRÜN BEDEUTET LEBEN
Gemeinde Neuenkirchen Wir setzen uns dafür ein,
dass es lebenswert bleibt.


Edmund Bischoff
- Stellv. Fraktionssprecher -

5. Juli 2005

Nachträgliches Statement - E. Bischoff zur Ratssitzung vom 05.07.05

TOP 6: Erweiterung des Friedhofs der Kirchengemeinde St. Anna - Drucksache 20/2005


Ich habe in der gestrigen Ratssitzung gegen die Erweiterung des Friedhofs der Kirchengemeinde St. Anna gestimmt, weil ich der Überzeugung bin, dass wir es uns allein aus ökologischen Gründen nicht mehr leisten können, Erweiterungen von Friedhöfen in diesem Umfang zu genehmigen, ohne gleichzeitig in die Diskussion über alternative Bestattungsformen einzusteigen.

Die konventionelle Bestattung bedingt nicht nur einen höheren Flächenverbrauch, sondern ist insbesondere auch mit der Notwendigkeit einer enormen Absenkung des Grundwasserspiegels verbunden.

Neben der Urnenbestattung auf Friedhöfen sind andere Möglichkeiten der Bestattung zu diskutieren, wie Aschestreufeld (anonyme Bestattung) und sogenannter Ruhewald, in dem die Aschen der Verstorbenen im "Wurzelbereich des Bewuchses" bestattet werden - mit Nutzungsrechten bis zur Laufzeit von 99 Jahren.

Hier ist die Politik und die Kirche gefordert, Änderungen zu ermöglichen und zu akzeptieren.

Vielleicht wird es dann irgendwann möglich sein, sich - auch außerhalb von Ruhewäldern - schon zu Lebzeiten den ‚Bestattungsbaum' auszusuchen oder auch neu anzupflanzen und ihn ab dem Tage der Bestattung für mindestens 99 Jahre zu schützen.

Der von mir preferierte Bestattungsbaum ist eine alte Eiche - mit Blick auf den ‚Offlumer-See'.

05.07.05 Edmund Bischoff

22. Juni 2005

ANTRAG

Thema: Antrag auf Bereitstellung von Haushaltsmitteln für die Anschaffung eines AED - Automatischer-Externer-Defibrillator mit HLW-Rückmeldung

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
Fraktion im Rat der Gemeinde Neuenkirchen

Edmund Bischoff
Stellv. Fraktionssprecher
Josef-Hendel-Str. 14
48485 Neuenkirchen
Telefon: 05973 3146
Mobil: 0172 5333024
Telefax: 0251 288-9413875
E-mail: Edmund.Bischoff@t-online.de


An den
Bürgermeister der Gemeinde Neuenkirchen
W. Hüppe
Gemeindeverwaltung
Hauptstraße 16

48485 Neuenkirchen

Neuenkirchen, d. 22. 06. 2005


Antrag auf Bereitstellung von Haushaltsmitteln für die Anschaffung eines AED - Automatischer-Externer-Defibrillator mit HLW-Rückmeldung

Sehr geehrter Herr Bürgermeister Hüppe,

über 130.000 Menschen sterben in der Bundesrepublik Deutschland jährlich prähospital an plötzlichem Herztod. Ursache sind in 80% der Fälle maligne tachykarde Rhythmusstörungen (Herzrhythmusstörungen) wie Herz-Kammerflimmern oder Herz-Kammerflattern.

In diesen Fällen erhöht Früh-Defibrillation die Überlebenschance durchschnittlich um fast 50%. Dabei zählt jede Minute, denn mit jeder Minute, die ohne optimale Erste Hilfe vergeht, sinkt die Überlebenschance der Betroffenen um 10%.

Seit Jahren stehen auf Flughäfen, Bahnhöfen, in öffentlichen Gebäuden und in größeren Unternehmen sog. AED - Automatische-Externe-Defibrillatoren - zur Verfügung, die nach Einweisung von Jedermann/Jederfrau bedient werden können. Die Geräte unterstützen die Helfer auch bei der Herzdruckmassage optimal.

Die Fraktion Bündnis 90/DIE GRÜNEN möchte, dass die Gemeinde Neuenkirchen hier eine Vorbildfunktion übernimmt und für das Rathaus noch in 2005 einen AED anschafft, bzw. für 2006 entsprechende Haushaltsmittel eingestellt werden. Die Kosten für einen AED belaufen sich auf ca. 3.000 Euro.

Nicht nur die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Verwaltung und deren Kunden - auch die mehr oder minder gefährdeten Ratsmitglieder und sachkundigen Bürger könnten sich dann jederzeit gut versorgt fühlen. Im Ernstfall könnte sogar die benachbarte Arztpraxis auf dieses Gerät zurückgreifen, denn - wie bereits erwähnt - jede Minute zählt.

Auch im Naturfreibad sollte auf Dauer ein AED zur Verfügung stehen.

Für weitere Geräte könnte die Gemeinde Zuschüsse bereitstellen z. B. für Sportvereine, DRK, Feuerwehr etc.. Bis diese Institutionen auch über ein AED verfügen, sollte gewährleistet sein, dass zumindest ein AED bei Großveranstaltungen zur Verfügung steht.

Ich bin gerne bereit, in einer Ratssitzung eine DVD-Präsentation über den Einsatz eines AED zu zeigen.

Mit freundlichen Grüßen

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
Fraktion im Rat der GRÜN BEDEUTET LEBEN
Gemeinde Neuenkirchen Wir setzen uns dafür ein,
dass es lebenswert bleibt.

Edmund Bischoff
- Stellv. Fraktionssprecher -

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Das sagen andere zu lebensrettenden Defibrillatoren ...
(Ein prominentes Beispiel: Für den Fussballstar Gerald Asamoah stellt der tragbare Defibrillator die lebensnotwendige Sicherheit dar. Nur er ermöglicht es ihm, für die deutsche Nationalmannschaft auf dem Platz zu stehen. Ohne dieses lebensrettende Gerät an seiner Seite dürfte er nach seinem Herzanfall nicht mehr auf Torjagd gehen.)

9. April 2005

ANTRAG

Thema: Verbesserung der Wohn- und Lebenssituation älterer Mitbürger

Fraktionssprecherin Bündnis 90/ Die Grünen in Neuenkirchen
Ellen Pfennig
Wachtelstr.33
48485 Neuenkirchen

Tel: 05973/2393
e-mail: PfennigNeuenkirchen@t-online.de


An den
Bürgermeister der
Gemeinde Neuenkirchen
Wolfgang Hüppe
Postfach 10 51

48485 Neuenkirchen

Neuenkirchen, den 09.04.05

Antrag der Fraktion Bündnis90/Die Grünen zur Diskussion der veränderten demografischen Struktur von Neuenkirchen bis zum Jahre 2020 und darüber hinaus

Sehr geehrter Herr Bürgermeister,

die veränderte demografische Struktur für die Zukunft macht es notwendig, die strukturellen, planerischen und konzeptionellen Prinzipien einer Gemeinde auf diese Veränderungen abzustimmen und notwendige Konsequenzen daraus zu ziehen.

Es besteht ein Handlungsbedarf auch für unsere Kommune, die Verbesserung der Wohn- und Lebenssituation älterer Mitbürger in Betracht zu ziehen. So sollte die Gemeinde z. B. eine Befragung der älteren MitbürgerInnen nach deren Bedürfnissen und Wünschen vornehmen. Ein Alten-Service-Zentrum in Trägerschaft eines neu gegründeten Vereins, bei dem jeder ältere Neuenkirchener Mitglied werden könnte, wäre ebenfalls denkbar.
Maßnahmen, wie z. B. die übergangslose Absenkung der Bürgersteige für die leichte Handhabung eines Rollators müssten gewährleistet sein und Kleinigkeiten, wie die Aufstellung von zusätzlichen Bänken müsste erfolgen.

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