Pressemitteilung zum Thema Kindergarten - April 2010


Gute Bildung, Erziehung und Betreuung von Kindern ist der Schlüssel für die Zukunftsfähigkeit unseres Landes.
Wir brauchen in allen Kindertagesstätten eine hohe Qualität und ein bedarfsgerechtes Angebot. Entscheidend dafür sind gut ausgebildetes Personal und bessere Arbeitsbedingungen. Wir wollen das Ausbildungsniveau entsprechend der europäischen Standards schrittweise erhöhen. Deshalb wollen wir die Personalstandards und Gruppengrößen verändern.

Das bedeutet:

  • drei bis vier Kinder unter drei Jahren pro Fachkraft  
  • höchstens acht Kinder ab drei Jahren pro Fachkraft

Gruppengrößen:

  • für Kinder unter drei Jahren bis maximal 10 Kinder  
  • für Kinder über 3 Jahre maximal 20 Kinder.

Wir wollen mehr und besser ausgestattete Familienzentren. Eine zusätzliche Sprachförderung sollte frühzeitig beginnen und durch die vertrauten Erzieherinnen durchgeführt werden. In den Kitas sollten alle Kinder sein, auch die mit einer Behinderung. Für Kinder mit Behinderung brauchen wir bedarfsgerechte zusätzliche Plätze in Kindergärten und entsprechende heilpädagogische Förderung.

Damit Elternbeiträge nicht unterschiedlich sind, wollen wir eine landeseinheitliche, soziale Staffelung der Elternbeiträge. Langfristig wollen wir die Elternbeiträge in den Kitas abgeschaffen. NRW ist heute bundesweit das Schlusslicht beim Ausbau der Kindertagesbetreuung für Kinder unter drei Jahren. Wir wollen die Kommunen dabei unterstützen, dass sie möglichst früh den Rechtsanspruch  auf einen Betreuungsplatz für Kinder ab einem Jahr erfüllen. Das Land muss diese Plätze mitfinanzieren.

Notwendig  sind außerdem flexible und kindgerechte Betreuungszeiten, die nicht frühzeitig und für ein Jahr gewählt werden müssen.

Wir fordern vom Bund eine stärkere finanzielle Beteiligung. Die jetzigen Bundesmittel kommen nicht in den Kitas an, sondern werden vom Land zum Stopfen von Haushaltslöchern genutzt.

Für Neuenkirchen heißt das:

  • Ausbau der Kitas auch für den Bedarf für Kinder unter drei Jahren
  • Mehr Zeit für die Kinder durch einen veränderten Personal- und Betreuungsschlüssel
  • Inklusion von Kindern mit Behinderung unter Mithilfe von zusätzlichem Fachpersonal.





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