STICHWORT:



Billiges Öl wird es nicht mehr geben. Das Ende des Öl-Zeitalters ist in Sicht.


Die weltweite Nachfrage nach Erdöl nimmt zu, während die verfügbaren Ölressourcen sinken.

Die Abhängigkeit unserer Ökonomie vom Erdöl ist besorgniserregend: Über 90 Prozent aller Transporte in der EU hängen am Öltropf, 30 Milliarden € gibt Deutschland jährlich für Ölimporte aus.

Eine Strategie „Weg vom Öl“ ist alternativlos: für den Klimaschutz, zur Entschärfung globaler Ressourcenkonflikte und vor allem für die Zukunftsaussichten künftiger Generationen. Bereits heute dämpft der hohe Ölpreis die Konjunktur: Der Anstieg des Ölpreises um 10 $ pro Barrel führt zu einer Verminderung des Wachstums (BIP)
von etwa 0,4%, erhöht die Verbraucherpreise um 0,5 Prozentpunkte und frisst bei den Entwicklungsländern die Entwicklungshilfe auf.

Wir wollen bis 2020 "4 x 25%" nachwachsende Rohstoffe & Erneuerbare Energien: 25% der stofflichen Nutzung, 25% der Stromversorgung, 25% der Wärmenutzung, 25% der Kraftstoffe.

Nachwachsende Rohstoffe statt Erdöl führen zu mehr Versorgungssicherheit und Umweltschutz, höherer nationaler Wertschöpfung und mehr Arbeitsplätzen, gerade in ländlichen Regionen. Bis 2020 können 400.000 Arbeitsplätze im Bereich der Erneuerbaren Energien entstehen.

Was haben wir erreicht?

Mit dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) haben wir den Anteil der Erneuerbaren an der Stromerzeugung auf etwa zehn Prozent erhöht und damit mehr als verdoppelt.
Mit der Ökologischen Steuerreform konnte bei den CO2-Emissionen im Verkehr eine Trendwende erreicht und
die Nachfrage nach öffentlichen Angeboten verstärkt werden.
Mit dem Marktanreizprogramm für Erneuerbarer Energien wurde im Wärmemarkt der Anteil von Erneuerbaren
Energien um 50 Prozent gesteigert.
Wir haben den Anteil von Biokraftstoffen am Gesamtverbrauch in wenigen Jahren verdoppelt.
Mit dem CO2-Gebäudesanierungsprogramm wurden Kredite von etwa 4,5 Milliarden € zur energetischen Sanierung
von über 230.000 Wohnungen zur Verfügung gestellt.

Was wollen die anderen?

Union und FDP wollen den Wiedereinstieg in die Atomenergie. Doch diese ist keine Alternative zum Öl: Ihr Beitrag zum gesamten Energiebedarf (Strom, Wärme, Treibstoffe) ist marginal. Zudem erhöhen sich die Risiken um ein Vielfaches und Neuinvestitionen in moderne Energietechnologien würden über Jahre hinweg blockiert.

Die Krokodilstränen von Union und FDP über die hohen Benzinpreise und ihre Attacken auf die Ökosteuer sind verlogen: 16 mal hat die FDP eine Erhöhung der Mineralösteuer beschlossen! Von 62,4 Cent Steuern beim Benzin gehen 43,5 Cent auf ihre Kappe; 41,9 auf die der Union, 22 auf die SPD und 12,3 auf die Grünen.

Die PDS polemisiert gegen die „unsoziale“ Ökosteuer, macht aber mit der Forderung nach einer Primärenergiesteuer selbst unbrauchbare Vorschläge. Diese widerspräche geltendem EU-Recht, wäre in der Ausgestaltung äußerst kompliziert und würde VerbraucherInnen ebenso belasten.




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